30 März 2011

Sommerzeit

Bilder (fast) ohne Worte..............

Bei DEM Wetter gibt's keinen Winterdienst mehr,
auch wenn nochmals Schnee kommen sollte ...
... und außerdem hab ich die Frühjahrsmüdigkeit noch nicht überwunden.
Jetzt stehe ich noch nicht auf! Schlaf noch ne Stunde. Basta!

28 März 2011

Lemmingitis

Es ist Freitag Mittag, so kurz nach halb eins. Ein wunderbarer Freitag - Sonne pur, Vorbote des Sommers. Anscheinend sehen das auch viele Menschen entsprechend - die Münchener Innenstadt ist wieder mal ziemlich gefüllt. Vielleicht ein bißchen weniger als letzthin - die durchschnittliche Distanz zum nächsten Gesicht beträgt doch ungefähr 75 cm und ist damit fast erträglich.

Das ändert sich kurz hinter dem Marienplatz, als Mark und ich auf eine unglaubliche Menschenmenge stoßen. Fein säuberlich und manierlich stehen da Menschen rum, und es bewegt sich nichts vorwärts - eine Seltenheit im geschäftigen Treiben in der Innenstadt.

Da ich nicht mehr oft in München bin (außer im Krankenhaus - aber das zählt ja nicht), war mir nicht bewußt, wo die Schlange hinführt: in den Apple Store. Und alle warten auf das iPad2, das aber erst ab 17:00 ausgeliefert werden wird. Es scheint, daß die ersten schon seit dem Morgen warten - es sind mitgebrachte Brotzeiten zu sehen, Getränke und Apple versorgt einige mit Kaffee vor dem Shop. Für diejenigen, die nicht mehr stehen können. Manche haben vorgesorgt und Campingstühle mitgebracht. So ein Tag vor dem Apple Store kann schon ganz schön lang dauern.

Aber als Lohn winkt ja das iPad2 - vielleicht sogar mit Seriennummer 17 in München. Oder so. Oder 124 oder auch ganz anders, denn es soll ja nur eine beschränkte Menge von den Dingern geben. Immerhin hat man dann in einer Gruppe Gleichgelabelter einen schönen, sonnigen Tag verbracht.

Wäre 2011 ein Rattenfänger unterwegs, wäre wohl Steve Jobs der am besten geeignete - mit einem i-Irgendwas oder auch nur mit der Aussicht darauf kann er anscheinend ganze Städte entvölkern.

Für mich Label-Ignoranten ist das irgendwie nicht nachvollziehbar. Vielleicht bin ich auch deshalb Androidianer geworden...

Kopf der iPad Schlange

24 März 2011

What a feeling ...

... wenn nach Ewigkeiten wieder ein Sattel am Hintern schabt, dann die Beckenknochen durchbrechen (nicht wirklich, aber gefühlt), der Fahrtwind um die wieder partiell genesene Nase weht, die Schuhe in die Pedale klicken und ein Frühlingsbeginn auf dem Bike gefeiert werden kann, der dem Anlaß absolut gerecht wird: Sonne pur.

Aber nachts ist es noch empfindlich kalt und so verlockend die Sonne auch sein mag - im Schatten ist es noch (s..)kalt. Und dann gibt's ja noch den Chillfaktor Wind. Das war der Grund, daß ich gleich zu Anfang des ersten Bike-Ausflugs gleich auf einer Betriebstemperatur von gefühlten 0°C angekommen bin.

Nach einem Jahr so gut wie ohne sportliche Betätigung sollte die einfache Tour Richtung Reutberg den Wiedereinstieg erleichtern. Ich hab sie sogar noch etwas gekürzt - weil halt doch nicht richtig angezogen - und bin am Kirchseemoor gleich wieder nach Tölz abgebogen.

Da sich an den folgenden Tagen die Temperaturen moderierten und der Wind sich schlafen gelegt hatte, war dann bald die ganze Runde dran. Trotz Frühlings gab's immer noch diverse zugefrorene Pfützen und Restschnee - an schattigen Stellen - und sogar noch ein bißchen Rest-Eis auf dem Weiher bei Abrain.

Winterreste am Weiher bei Abrain (Foto ist geotagged)


In Reutberg schien ganz Bayern (mindestens, denn Breissn waren laut Autokennzeichen auch da) versammelt gewesen zu sein, was mich von der heißen Schokolade abhielt. Da zudem noch ein gigantomanisches Zelt aufgebaut ist, wird's wohl am Wochenende heiß hergehen (das Wetter soll ja noch halten...) - Oktoberfest in Reutberg im März.

Die Freuden meines partiell wiedergewonnenen Geruchssinns wurden mir gleich mehrfach zuteil: anscheinend produzieren die Kühe im Frühjahr so viel - Gülle - daß die gleich in Übermengen auf die Felder gebracht werden muß. Und da ja offenbar kein Gefährt leckfrei unterwegs ist, braucht man nur der Nase zu folgen, um nicht vom Weg abzukommen. Und landet schließlich an der Wiese, die gerade gelbbraun gesprinkelt wird. Macht einen guten Eindruck im Gegenlicht; ein Foto muß aber dennoch nicht sein, auch wenn meine Nase ob des Übermaßes an Geruchsreizen fast wieder ihre Arbeit verweigert.

Je weiter es geht, desto mehr spüre ich, daß da noch viel zu tun ist, bevor wieder an richtiges Biken zu denken ist - aber schön ist schon, wenn wieder (s.o.)..............

wenn alles auf dem Kopf steht

14 März 2011

Im Catsuit auf dem Catwalk

Nanu - etwas Mode auf diesem Blog?

Nein, nicht wirklich - nur ... Georgie ist mittlerweile modisch eingekleidet. Vor einigen Wochen hatte ich ein Katzengeschirr gekauft, das nicht aus Riemen besteht, sondern sehr kleidsam aus einem velcro-verschließbaren kleinen Anzug - also ein Catsuit ist. Und das in figurbetonendem Schwarz. Sehr hübsch - dachte ich, aber Georgie war da völlig anderer Meinung.

Erstes Probeanlegen war - nach vergeblichen Überzeugungs-, dann Überredungsversuchen  - nur mit ein bißchen Forcierung möglich. Was Georgie dann mit völliger Paralyse quittierte - nicht weil er sich nicht mehr bewegen konnte, sondern stur wie er nun mal ist, einfach nicht mehr wollte. Fazit: da liegen 6,5 kg Kater vor mir, flach am Boden, und alle 5 Extremitäten ausgestreckt (5: klar - da ist doch auch der Schwanz). Völlig unbeweglich und - das sagen seine Augen - leidend (auch wenn ich glaube, daß er da lügt und nur um Mitleid heischt).

Also war's mal zunächst nix.

Aber gestern haben wir es nochmals probiert: Ähnliches Ergebnis nach dem Anlegen, aber dann geht's runter ins Freie. Wo er doch immer so gerne hinmöchte. Aber - mit Catsuit ist das nicht so einfach; wenn man nicht mag. Immerhin erkundet er mal die nähere Umgebung der Eingangstür, irritiert zunächst Sissi (die wohnt auch hier, kläfft ganz furchtbar, traut sich aber auch nicht her), dann Paul - der sich absolut wundert, was sein Katzenfreund denn draußen will. Immerhin ein Fortschritt: Georgie bleibt nicht beleidigt liegen, sondern bewegt sich. Zwar kaum vorwärts, aber immerhin zuckt seine Schnauze am laufenden Band, weil da halt soooo viel neue Gerüche zu erschnuppern sind.

Nach etwas längerer Zeit, habe ich ihn dann doch noch soweit gebracht, neben seinem Geruchsorgan auch noch seine Beine einzusetzen und den Catwalk anzugehen (der eigentlich ja eher ein Dogwalk ist). Wir (?) erkunden die geparkten Autos (finden dabei Pauls BMW) und gelangen schließlich sogar bis zum Ende der Straße: glatte 56,7 m. Vom Ausgangspunkt. Ich denke, daß wir dann alles in allem so ca. 123m gelaufen sind. In 1:45 Stunden. Macht einen Schnitt von 70,3 m/h - nicht km/h!

Immerhin - es ist alles glücklich gelaufen, aber auch Georgie's letzter Versuch, sich aus dem Geschirr zu winden! Grade noch rechtzeitig habe ich eingreifen können. Also - 100% Sicherheit gibt's auch mit dem Catsuit nicht.

Also versuchen wir es heute nochmals: gleiche Prozedur, gleicher Walk. Aber alles geht gleich viel schneller: Nach kurzer Eingewöhnungsphase werden wieder die Autos untersucht, festgestellt, daß neben Leni noch der riesige Rif unten im Garten ist (Gottseidank durch ein Geländer getrennt). Und dann kann wieder etwas Gras gefressen und ein bißchen geknurrt werden, wenn Georgie wieder mal nicht durch ein Geländer oder unter einem Zaun durch darf.

Zurück will er partout nicht - aber ich. Und so stelle ich erstaunt fest - wir sind heute 234m in 45 Minuten abgelaufen; was einem Schnitt von 312 m/h entspricht - mehr als 4 mal so schnell wie gestern. Wenn das so weitergeht, dann sind wir am Mittwoch mit über 6 km/h unterwegs und am Donnerstag fliege ich dann mit 27 Stundenkilometern meinem Kater hinterher.

Aber so weit ist es ja noch nicht...

Georgie in modischem Catsuit Outfit bei einer Pause auf dem Catwalk